29.07.2020

Tabula Studie zeigt Innovationsmangel bei Fixed Income ESG ETFs

82% der professionellen Anleger wünschen sich mehr Innovation bei Fixed Income ESG ETFs


Neueste Forschungsergebnisse des spezialisierten Anbieters von Fixed Income ETFs, Tabula Investment Management, zeigen, dass sich die europäischen professionellen Anleger mehr Innovation bei Fixed Income ESG ETFs wünschen. Tabula hat vor kurzem die von der UN unterstützten Principles of Responsible Investment unterzeichnet und ist bestrebt, die Ansichten der Anleger bei der Umsetzung dieser Prinzipien zu verfolgen und mit einzubeziehen.

„Wir haben festgestellt, dass 96% der von uns befragten Anleger bereits ESG ETFs nutzen, was in nur wenigen Jahren eine bemerkenswerte Durchdringung darstellt", sagt Michael John Lytle, CEO von Tabula. "Allerdings wünscht sich gerade im Fixed Income Bereich die überwiegende Mehrheit der Befragten mehr Innovation, eine breitere Abdeckung an Exposures und mehr Transparenz über die Auswirkungen des Fondsansatzes".

Die Untersuchung beleuchtet auch die spezifischen Merkmale, die professionelle Anleger bei ESG ETFs suchen. Die wichtigste Antwort, die von über 70% der Befragten genannt wurde, war der Ausschluss der schädlichsten Unternehmen. "Der Gedanke der Schadensvermeidung steht bei den Anlegern eindeutig im Vordergrund, und der Ausschluss bestimmter Unternehmen - zum Beispiel solcher, die gegen den UN Global Compact verstoßen oder umstrittene Waffen herstellen - wird zu einer Mindestanforderung", so Lytle. „Das ist ein großartiger Ausgangspunkt, aber nicht das ganze Bild", so Lytle.

Die Umfrage ergab auch eine interessante Präferenz für das Outperformance-Potenzial gegenüber der Abbildung von Benchmarks. "Viele bestehende ESG ETFs sind so konzipiert, dass sie traditionelle Benchmark-Indizes genau nachbilden", sagt Lytle. "Allerdings hielten 75% unserer Befragten das Outperformance-Potenzial für wichtig, während 25% es vorzogen, den Tracking Error zu minimieren. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Anleger ESG nun als Treiber der langfristigen Performance sehen und nicht nur als eine qualitative Überdeckung". Dies geht einher mit starker Nachfrage (63% der Befragten) nach gezielteren Produkten, die sich auf Themen wie Klimawandel und Diversität konzentrieren.

„Verantwortungsbewusstes Investieren entwickelt sich schnell", sagt Lytle. "Diese Untersuchung gibt uns wertvolle Einblicke in die allgemeinen Trends und, was entscheidend ist, in die unterschiedlichen Ansichten und Prioritäten der einzelnen Länder und Anlegertypen. Die Schaffung innovativer ESG ETFs, die den Bedürfnissen der Anleger entsprechen, ist eine Herausforderung für die Anbieter und eine, die Tabula aktiv annimmt".

Fokus auf Italien
• 
100% der befragten italienischen professionellen Anleger nutzen bereits ESG ETFs
•  Ausschluss der schädlichsten Unternehmen hat oberste Priorität laut 95% der Befragten
•  Wichtig ist auch die Fähigkeit, auf spezifische Themen wie Klimawandel und Vielfalt gezielt einzugehen

Fokus auf Deutschland
•  95% der befragten deutschen professionellen Anleger nutzen bereits ESG ETFs
•  100% wünschen sich eine bessere Abdeckung der verschiedenen Fixed Income Anlageklassen, und mehr als 50 % wünschen sich mehr Transparenz
•  95% halten das Potenzial für Outperformance für ein wichtiges Produktmerkmal

Fokus auf der Schweiz
•  100% der befragten professionellen Anleger in der Schweiz nutzen bereits ESG-ETFs
•  Das Potenzial für Outperformance ist das am höchsten bewertete Produktmerkmal, gefolgt vom Ausschluss der schädlichsten Unternehmen
•  90% der Befragten wünschen sich eine bessere Abdeckung der verschiedenen Fixed Income Anlageklassen

www.fixed-income.org
Foto: John Lytle
© Tabula.



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