27.06.2019

Studie: Höhere Aussicht auf Mehrerträge durch Vermeidung von ESG-Extremrisiken


Eine neue Untersuchung von Allianz Global Investors zeigt, dass die gezielte Vermeidung von ESG-Extremrisiken (“Tail Risks“) eine effektivere Methode darstellt, um über einen Marktzyklus hinweg eine Überrendite zu generieren, als das gesamte Portfolio auf Unternehmen mit besonders guten ESG-Ratings zu konzentrieren.

In der Untersuchung wurden drei Aspekte in Bezug auf ESG-Risikofaktoren analysiert: der jeweilige Einfluss auf Rendite und Risiko, die Art des ESG-Risikos und der Mehrwert aktiven Investments und treuhänderischer Stewardship-Aktivitäten. Unter letztgenanntem versteht man den kritischen Unternehmensdialog (Engagement) und die Stimmrechtsausübung auf Hauptversammlungen.


Die Studie kommt zu drei klaren Ergebnissen:

ESG-Faktoren beeinflussen das Kursverlustrisiko
In der Untersuchung wurden Portfolien mit einem überdurchschnittlichen ESG-Risikoprofil mit Portfolien verglichen, die ein unterdurchschnittliches ESG-Risikoprofil gegenüber dem Vergleichsindex aufweisen. Die Ergebnisse bestätigen bisherige Forschungsresultate, dass erstere keine höhere Rendite erzielen, letztere aber ein deutlich höheres finanzielles Extremrisiko gegenüber dem Vergleichsportfolio aufweisen.


Augenmerk auf schwache ESG-Titel legen
Das Rendite-Risiko -Profil von Portfolien mit besseren ESG-Ratings zeigt kaum Abweichungen zum Vergleichsindex. Das Rendite-Risiko-Profilvon Portfolien mit schwachen ESG-Ratings zeigt dagegen gravierende Mängel auf, vor allem das der schwächsten Titel. Fundamentales Research und aktives Management sind daher in Portfolien, die auch schwächere ESG-Titel enthalten, besonders wichtige Elemente. Die Vermeidung von -Extremrisiken eröffnet dabei Chancen auf kumulierte Mehrrenditen.

Aktives Management ist entscheidend
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass weder die Konzentration auf Unternehmen mit guten ESG-Ratings noch die Vermeidung von Unternehmen mit schlechten ESG-Ratings allein für Anleger zielführend sind. Eine passive ESG-Anlagestrategie würde auf die Vorteile höherer Diversifikation verzichten, ohne sich dieses duch eine höhere Rendite vergüten zu lassen. Um ESG-Risiken zukunftsorientiert zu erfassen, müssen Investoren neben der fundamentalen Unternehmensentwicklung, der Marktentwicklung und der Politik eine Reihe weiterer dynamischer Faktoren auf der Makro- und regulatorischen Seite im Blick haben.


Darüber hinaus wird die Wertentwicklung bei passiven ESG-Indexstrategien oftmals von unbeabsichtigten Veränderungen in der Zusammensetzung dieser Faktoren bestimmt. Zudem ist der unmittelbare Wertbeitrag von Stewardship-Aktivitäten wie Engagement und Stimmrechtsausübung  schwer zu messen, der auf mittlere Sicht aber gut nachweisbar ist.

Steffen Hörter, Global Head of ESG bei Allianz Global Investors und Autor der Studie, sagt: „Auch wenn unsere Untersuchung die Bedeutung von ESG-Risiken für finanzielle Risiken aufzeigt, ist die generelle Vermeidung von ESG-Risiken und somit die Konzentration allein auf höhere ESG-Ratings keine zielführende Schlussfolgerung. Bei ESG-Risiken geht es nicht so sehr um das Durchschnittsrisiko im Portfolio; vielmehr sind es die Extreme, die wesentlichen Einfluss auf die Performance haben. Das heißt, es kommt weniger darauf an, die Rendite zu erhöhen, als vielmehr Extremrisiken zu vermeiden. Letzteres stellt die wichtigere Alpha-Quelle dar. Über eine Vermeidung größerer Kursverlusten auf Portfolioebene kann ESG-Risikomanagement also einen wichtigen Beitrag leisten, um mehr Rendite pro Risikoeinheit zu generieren. Wir sind daher überzeugt, dass aktive Investmentmanager, die ESG-Faktoren im Einzelfall auf Risiko und Rendite abwägen, deutlichen Mehrwert schaffen können.“

https://www.green-bonds.com/
(Foto: Steffen Hörter © Allianz Global Investors)



10.11.2019

SINGULUS TECHNOLOGIES AG: Signing Ceremony im Rahmen der Chinesischen Messe CIIE in Shanghai

Am 9. November fand im Zuge der China International Import Expo (CIIE) in Shanghai eine Unterschriftenzeremonie zwischen Tochterunternehmen des chinesischen Staatskonzerns CNBM Group, Peking, und der SINGULUS TECHNOLOGIES AG statt. Ziel war die Bestätigung beider Parteien über die Einigung der... [mehr]


10.11.2019

Ørsted emittiert Green Bonds in Taiwan

Ørsted hat einen Green Bond mit einem Volumen von 12 Mrd. TWD (ca. 420 Mio. Euro) zur Finanzierung von Offshore Wind-Aktivitäten in Taiwan begeben. Es handelt sich um den ersten Green Bond, der jemals in TWD von einem ausländischen Unternehmen begeben wurde. Ørsted CFO Marianne Wiinholt,... [mehr]


10.11.2019

Photon Energy nimmt sieben PV-Kraftwerke mit 4,9 MWp in Ungarn in Betrieb

Photon Energy Solutions HU Kft, eine Tochtergesellschaft der Photon Energy N.V., hat sieben Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 4,9 MWp in den ungarischen Gemeinden Fert?d und Kunszentmárton fertiggestellt und ans Netz angeschlossen. Mit diesem jüngsten Zuwachs erweitert der... [mehr]


07.11.2019

Apple emittiert Green Bond - Dual Tranche Laufzeiten 6 Jahre bzw. 12 Jahre

Die Apple Inc. emittiert einen Green Bond mit Laufzeiten von 6 Jahren bzw. 12 Jahren (Dual Tranche). Erwartet wird ein Aa1 Rating von Moody´s sowie AA+ von S&P. Die Anleihen haben eine Stückelung von 1.000 Euro, bei einer Mindestorder von 100.000 Euro. Erwartet wird bei er 6-jährigen Tranche... [mehr]


04.11.2019

BayernLB arrangiert ersten Blue Social Bond der DKB

Gemeinsam haben ABN Amro, BayernLB, DZ Bank, Natixis und UniCredit einen Blue Social Bond der BayernLB-Tochter DKB platziert. Der Pfandbrief ist Teil des Social Bond Programms der DKB und berücksichtigt neben den Social Bond Principles (SBP) auch die Nachhaltigkeitsziele der UN (SDGs). Die... [mehr]


25.10.2019

MANN+HUMMEL platziert grünen Schuldschein über 150 Mio. Euro

Refinanzierung eines Teils der 2020 fälligen Tranche des Debütschuldscheins erfolgreich abgeschlossen

MANN+HUMMEL hat ein grünes Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 150 Mio. Euro begeben. Der Schuldschein wurde in Tranchen mit Laufzeiten von fünf bis zehn Jahren platziert und sowohl mit fester als auch mit variabler Verzinsung angeboten. Die Transaktion wurde von den Banken BNP Paribas, ING... [mehr]


24.10.2019

Green Bonds: Kommen Bundesanleihen noch auf einen grünen Zweig?

von Marcio da Costa, Spezialist für Green Bonds bei BANTLEON

Bereits im kommenden Jahr will die deutsche Finanzagentur eine grüne Bundesanleihe begeben. Damit folgt Deutschland den Eurozonen-Mitgliedsstaaten Niederlande, Frankreich, Belgien und Irland, die bereits ein grünes Staatspapier begeben haben. Während viele Marktteilnehmer die grüne Bund-Emission... [mehr]


21.10.2019

Senvion verkauft europäisches On-Shore-Servicegeschäft und portugiesische Rotorblattproduktion an Siemens Gamesa

Senvion hat heute den erfolgreichen Abschluss der exklusiven Verhandlungen mit Siemens Gamesa über den Verkauf eines wesentlichen Teils des europäischen On-Shore-Servicegeschäfts und seiner Rotorblattproduktionsstätte in Portugal bekanntgegeben. Die Vereinbarung, die am 11. Oktober die einstimmige... [mehr]


21.10.2019

Photon Energy nimmt acht PV-Kraftwerke mit 5,6 MWp in Ungarn in Betrieb

Die Kraftwerke erweitern das eigene Portfolio von Photon Energy auf 44,8 MWp.

Photon Energy N.V. gibt bekannt, dass ihre Tochtergesellschaft Photon Energy Solutions HU Kft acht Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 5,6 MWp in Monor, Ungarn, fertiggestellt und ans Netz angeschlossen hat. Mit dieser jüngsten Erweiterung erhöht sich das konzerninterne Portfolio... [mehr]


15.10.2019

Nordex Group verzeichnet Auftragseingang von 1,7 Gigawatt im dritten Quartal 2019

Im dritten Quartal 2019 bestellten Kunden bei der Nordex Group 436 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.700 Megawatt (Q3 2018: 974 MW) für Projekte in 14 Ländern. Die Aufträge der Monate Juli bis September entfallen zu 60 Prozent auf Europa, zu 28 Prozent auf die USA und zu zwölf... [mehr]


News 1 bis 10 von 231
<< Erste < zurück 1-10 11-20 21-30 31-40 41-50 51-60 61-70 vor > Letzte >>
Anzeige