24.03.2020

Nordex Group startet mit Turbinen-Auftragsbestand von 5,5 Mrd. Euro ins Jahr 2020

Prognose 2020: Umsatz von 4,2 bis 4,8 Mrd. Euro und EBITDA von Euro 160 bis 240 Mio. vorbehaltlich der COVID-19 Maßnahmen


Die Nordex Group (ISIN: DE000A0D6554) hat das Jahr 2020 mit einem gut gefüllten Auftragsbuch für neue Windenergieanlagen in Höhe von 5,5 Mrd. Euro begonnen, das somit 43 Prozent über dem Vorjahr lag (2018: Euro 3,9 Mrd.). Vor diesem Hintergrund erwartet das Unternehmen erneut einen deutlichen Anstieg beim Umsatz und ein weiter ansteigendes operatives Ergebnis.

Prognose für 2020

Vorbehaltlich des unvorhersehbaren Umfangs und der Dauer der weltweit ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 und der wirtschaftlichen Auswirkungen, erwartet die Nordex Group für das laufende Geschäftsjahr einen Konzernumsatz von Euro 4,2 bis 4,8 Mrd., wobei die Umsätze in der zweiten Hälfte des Jahres über denen der ersten Jahreshälfte liegen werden. Beim operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) geht das Unternehmen von einer Bandbreite von Euro 160 bis Euro 240 Mio. aus. Diese breiteren Korridore berücksichtigen das deutlich gestiegene Aktivitätsniveau und die damit verbundenen gestiegenen operativen Herausforderungen. Vor dem Hintergrund von COVID-19 ist die Geschäftsentwicklung 2020 zudem mit großen Unsicherheiten verbunden. Diese resultieren vor allem aus den Maßnahmen, die zur Eindämmung der Verbreitung des Virus in vielen Ländern eingeleitet wurden und gegebenenfalls noch kommen werden, sowie der Ausbreitung der Krankheit selbst. Die Folgen dieser neuen, komplexen und sich fortlaufend verändernden Situation können derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden. Diese Prognose basiert auf der Erwartung von Nordex, trotz der derzeitigen und etwaiger künftiger Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 seinen hohen Auftragsbestand effizient und ohne wesentliche Unterbrechungen abarbeiten zu können. Sollte es in der Folge der Pandemie jedoch zu wesentlichen Störungen kommen, könnte eine Korrektur erforderlich sein.

Das Working Capital hängt vom Auftragseingang und Aktivitätsniveau ab. Am Jahresende soll die auf den Konzernumsatz bezogene Working-Capital-Quote unter null Prozent betragen, also im negativen Bereich liegen. Bei den Investitionen hat die Nordex Group mindestens Euro 140 Mio. eingeplant. Dabei hängt die finale Höhe der Investitionen von der Marktlage und dem Tempo bei der Weiterentwicklung der Lieferkette ab.

Nordex Group schließt 2019 im Rahmen der Prognose ab

Der heute vorgelegte Jahresabschluss bestätigt die am 9. März 2020 veröffentlichten vorläufigen Ergebnisse und somit ebenfalls das Erfüllen der Prognose für 2019. Der Konzernumsatz erhöhte sich deutlich um 33,6 Prozent auf Euro 3.284,6 Mio. (2018: Euro 2.459,1 Mio.). Die EBITDA-Marge des Unternehmens lag bei 3,8 Prozent (2018: 4,1 Prozent). Die Working-Capital-Quote verbesserte sich deutlich von minus 3,8 Prozent im Vorjahr auf minus 9,1 Prozent per Ende 2019. Die Investitionen erhöhten sich wie erwartet auf Euro 172,5 Mio. (2018: Euro 112,9 Mio.). Infolgedessen belief sich der Free Cashflow auf Euro minus 126,0 Mio. (2018: Euro 44,0 Mio.).

Die Nordex Group verfügt über eine Eigenkapitalquote von 18,6 Prozent zum Bilanzstichtag (31. Dezember 2018: 22,8 Prozent). Diese Entwicklung war in erster Linie von der Kapitalerhöhung im Oktober 2019 und dem negativen Konzernergebnis beeinflusst. Dabei stieg die Bilanzsumme allerdings stärker an als das Eigenkapital, so dass die Quote rückläufig war. Per Jahresultimo verfügte die Nordex Group über eine Liquidität von Euro 510,0 Mio., die nach wie vor auf einem guten Niveau liegt (31. Dezember 2018: Euro 610,0 Mio.). Die Nettoverschuldung belief sich auf Euro 84,0 Mio. (31. Dezember 2018: Euro 32,5 Mio.).

Installationen und Service

Die Nordex Group installierte 2019 in 21 Ländern 938 Windenergieanlagen (2018: 828) mit einer Gesamtleistung von 3,1 GW (2018: 2,5 GW). Das Segment Service erhöhte seinen Umsatz um 17,7 Prozent auf Euro 403,2 Mio. (2018: Euro 342,6 Mio.) und war so mit 12 Prozent am Gesamtumsatz beteiligt. Zum Jahresende betreute die Nordex Group weltweit 7.760 Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 19,6 GW, oft über langjährige Serviceverträge. Besonders erfreulich: Ende des Jahres konnte die Nordex Group einen Kunden für einen 99-MW-Windpark in Italien von der Servicekompetenz als Anlagenhersteller überzeugen und von einem Drittanbieter zurückgewinnen. Der Auftragsbestand im Segment Service stieg um 14,4 Prozent auf Euro 2.536,5 Mio. (31. Dezember 2018: Euro 2.217,7 Mio.).

Produktportfolio um drei Varianten erweitert

Im Jahr 2019 hat die Nordex Group ihrem Produktportfolio drei neue Varianten der Delta4000-Plattform hinzugefügt: die N149/5.X und N163/5.X aus der 5MW-Klasse sind ideal geeignet für Regionen mit schwachen und mittlerem Wind und zeichnen sich durch ihre gesteigerte Effizienz aus. Die N155/4.5 bietet vor allem in Märkten mit eingeschränkter Netzverfügbarkeit Kostenvorteile.

"Wir haben das vergangene Jahr genutzt, um unser Produktportfolio auf Basis der Delta4000-Plattform weiter auszubauen und die Effizienz der Produkte stetig zu erhöhen. Auf diese Weise adressieren wir die unterschiedlichen Anforderungen unserer Kunden und globalen Märkte weltweit. Darauf richten wir ebenfalls unsere globale Lieferkette aus und entwickeln sie entsprechend weiter", sagt José Luis Blanco, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Nordex Group.

Nachhaltigkeitsbericht 2019 vorgelegt

Gleichzeitig mit dem Geschäftsbericht veröffentlicht die Nordex Group heute ihren vierten Nachhaltigkeitsbericht, der erneut von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC geprüft wurde. Dieser Bericht erläutert die aktuellen Entwicklungen, Aktivitäten und Kennzahlen im Bereich Nachhaltigkeit und enthält auch den nichtfinanziellen Konzernbericht. Darüber hinaus stellt die Nordex Group die im Berichtsjahr erreichten Fortschritte in der Nachhaltigkeitsstrategie 2019 bis 2021 vor. Der Bericht umfasst ferner den Prozess und die Ergebnisse der im Berichtszeitraum durchgeführten Lebenszyklusanalyse eines Windparks mit einer neuen Nordex-Turbine der Delta4000-Plattform.

www.green-bonds.com

(Foto:
© Nordex Group)



24.04.2019

Amundi-Themenfondstochter CPR AM und CDP lancieren Climate Action Fonds

Global investierender Themenaktienfonds, der branchenübergreifend in Unternehmen mit dem besten Klimamanagement investiert

Die Amundi Themenfondstochter CPR AM setzt ihr Engagement für ESG-Investments fort und hat zusammen mit der unabhängigen Non-Profit-Organisation CDP den global investierenden Aktienfonds „CPR Invest – Climate Action“ lanciert. „Mit dem CPR Invest – Climate Action wollen wir in die Unternehmen... [mehr]


17.04.2019

SOWITEC erhält vorläufige Umweltgenehmigung für 1.018-Megawatt-Solarpark in Brasilien

Die SOWITEC group, einer der führenden Entwickler von Erneuerbare-Energien-Projekten in den Bereichen Wind und Solar, hat für ihren Solarpark im Bundesstaat Bahia in Brasilien die vorläufige Umweltgenehmigung erhalten und damit einen wichtigen Meilenstein erreicht. Mit einer Anlagenleistung von... [mehr]


12.04.2019

SOWITEC group GmbH: Vestas steigt mit 25,1% ein und hat eine Option zum Erwerb der restlichen Anteile

SOWITEC, einer der führenden Entwickler von Erneuerbare-Energien-Projekten in den Bereichen Wind und Solar, freut sich bekannt zu geben, dass sie zusammen mit ihrem Alleingesellschafter Frank Hummel eine Vereinbarung mit Vestas über eine Beteiligung von Vestas, einem weltweit führenden Anbieter von... [mehr]


11.04.2019

SINGULUS liefert Vakuum-Beschichtungsanlage für Heterojunction Hochleistungs-Solarzellen

Die SINGULUS TECHNOLOGIES AG liefert eine Vakuum-Beschichtungsanlage des Typs GENERIS PVD für die Produktion von Heterojunction-Solarzellen (HJT) an einen großen Hersteller von Solarzellen. Das Auftragsvolumen liegt im mittleren einstelligen Millionenbereich. SINGULUS TECHNOLOGIES ist damit in der... [mehr]


10.04.2019

Studie von BNP Paribas Securities Services zeigt: Nachhaltige ESG-Anlagen im Einklang mit UN SDGs steigen, einige Integrationshürden bestehen weiterhin

Eine weltweite Umfrage von BNP Paribas Securities Services unter Asset Managern und institutionellen Investoren zeigt, dass die ESG-Integration stark ansteigt. Mehr als 65% der Befragten gaben an, dass sie ihren Investitionsrahmen an den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ausrichten.... [mehr]


10.04.2019

Energiekontor: Umsatz und Ergebnis unter Vorjahr

Das Geschäftsjahr 2018 erwies sich wie frühzeitig prognostiziert als ein schwieriges Übergangsjahr für die Energiekontor AG und die gesamte Windbranche. Das Konzernergebnis 2018 lag unter Berücksichtigung des erhöhten Bestands an konzerneigenen Wind- und Solarparks im Rahmen der Erwartungen. Das... [mehr]


07.04.2019

Credit Suisse ernennt Daniel Wild zum Managing Director und globalen Leiter ESG Strategy

Daniel Wild wechselt von RobecoSAM zum Impact Advisory & Finance Department der Gruppe

Die Credit Suisse hat einen bedeutenden Neuzugang im Bereich Impact Advisory & Finance Department (IAF) bekannt gegeben. Daniel Wild wird die neu geschaffene Rolle des Managing Directors und globalen Leiters Environmental, Social and Governance (ESG) Strategy übernehmen. Daniel Wild ist ein... [mehr]


04.04.2019

VW Immobilien begibt zweite Green Bond Transaktion am Kapitalmarkt

Die Volkswagen Immobilien GmbH (VWI) verdeutlichte mit der ersten „Green Bond“ Transaktion einer deutschen Immobiliengesellschaft in 2018 die wachsende Bedeutung nachhaltiger Kapitalanlagen und wurde dafür mit dem Immobilienmanager Award 2019 in der Kategorie „Finanzierung“ ausgezeichnet. Mit ihrer... [mehr]


03.04.2019

Berlin Hyp erhält Award für den Best Asset-backed/asset-based Green Bond

Die Berlin Hyp ist bei den Environmental Finance Green, Social and Sustainability Bond Awards 2019 durch eine 30-köpfige Jury, der einige der größten Investoren weltweit angehören, für den Best Asset-backed/asset-based Green Bond ausgezeichnet worden. „Wir freuen uns sehr über die mit diesem Preis... [mehr]


02.04.2019

NN IP führt Äquator-Prinzipien ein

NN Investment Partners (NN IP) hat die Integration der Äquator-Prinzipien (Equator Principles) für seine Investitionen im Bereich Infrastruktur und Projektfinanzierung abgeschlossen. Die Äquator-Prinzipien sind ein freiwilliges Regelwerk von Finanzinstituten zur Bestimmung, Bewertung und Einhaltung... [mehr]


Anzeige