27.04.2020

Whitehelm Capital: Ölpreiskrise wird Druck auf Energieinfrastrukturanlagen erhöhen

Erneuerbare-Energie-Projekte besonders betroffen, soziale Infrastruktur und Wasserversorgung bieten Anlagechancen


Covid-19 hat die weltweite Nachfrage nach Öl einbrechen lassen. Durch den seit März geführtem Ölpreiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland, stürzt der Preis für ein Barrel Rohöl ab, vorübergehend sogar ins Negative. „Ölpreiskriege hat es schon früher gegeben. Allerdings ist dies der erste, bei dem es gleichzeitig zu Angebots- und Nachfrageschocks gekommen ist“, so das Infrastructure Equity-Team von Whitehelm Capital.

Mehr Verlierer als Gewinner

Ölpreiskriege haben generell nur wenige positive Effekte auf Verbraucher und nationale Haushalte. Die Corona-Pandemie habe auch diese eliminiert. „Die Verbraucher sind in der Regel die offensichtlichsten Gewinner von Ölpreiskriegen. Heizen und Autofahren werden deutlich günstiger, was wiederum die Investitionen in anderen Wirtschaftsbereichen ankurbelt. Das ist jetzt nicht der Fall“, gibt das Team von Whitehelm zu Bedenken. Auch die positiven Auswirkungen auf die Finanzkraft erdölimportierender Länder seien angesichts der massiven Verschuldungen während der Coronakrise zu vernachlässigen. „Die größten wirtschaftlichen Verwerfungen wird es in den Ländern geben, deren Staatshaushalte größtenteils von Ölexporten abhängen, bis hin zum Zusammenbruch der ohnehin oftmals vorherrschenden fragilen Systeme“, so die Experten weiter.

Sinkende Ölpreise belasten Umsätze von Infrastrukturanlagen zusätzlich

Infrastrukturanlagen seien üblicherweise weniger anfällig für externe Schocks als andere Anlageklassen. Doch trotz ihres defensiven Charakters seien einige Teilbereiche des Markts in dieser beispiellosen Zeit nicht verschont geblieben. „Die Energie- und Versorgungsinfrastruktur ist am stärksten vom Ölpreiseinbruch betroffen. Viele dieser Anlagen sind auf Einnahmen angewiesen, die nicht nur an die Energiepreise, sondern auch an die Inflation gekoppelt sind. Sinkende Ölpreise – was zu einer niedrigeren Inflation führt – könnten die Einnahmen doppelt belasten“, so das Team von Whitehelm. Außerdem seien diese Vermögenswerte nur begrenzt in der Lage einen solchen Einnahmeschock abzuschwächen, da sie stark fremdfinanziert und kapitalintensiv seien, und es so unmöglich sei, Ausgaben sinnvoll zu reduzieren. Beispiele seien vor allem Anlagen für erneuerbare Energien und Stromerzeuger. Daher erwartet Whitehelm bei anhaltenden niedrigen Ölpreisen einen starken Rückgang bei den Erneuerbare-Energie-Projekten, da ihre Rentabilität zunehmend unter Druck geraten wird.

Investoren sollten wachsam bleiben und Marktchancen nutzen

Nicht alle Teilsektoren innerhalb der Infrastruktur seien von sinkenden Ölpreisen gleichermaßen betroffen. Beispielsweise hätten die Wasserversorgung, soziale Infrastruktur, Parkplätze, Lagerungen und Kommunikation von den Energiepreisen unabhängige Cashflows. Außerdem seien diese Sektoren gegenüber den Marktverwerfungen durch Covid-19 weniger anfällig. „Insgesamt wird der Ölpreiskrieg die negativen Auswirkungen von Corona verstärken. Zahlungsausfälle, Rating-Herabstufungen und Konkurse könnten in einigen Sektoren unvermeidlich sein. Doch es gibt auch vereinzelt Lichtblicke. Einige Teilsektoren innerhalb von Infrastrukturanlagen, wie etwa Wasserversorgung und soziale Infrastruktur sind gut aufgestellt, um die Krise zu überstehen und andere, wie Kommunikationsanlagen, profitieren sogar von der Krise“, fasst das Team von Whitehelm zusammen. Investoren sollten daher stets wachsam bleiben und Opportunitäten am Markt nutzen.

https://www.green-bonds.com/
(Logo:
© Whitehelm Capital)




25.05.2020

ABO Invest AG kann Umsatz und Ergebnis steigern

Operatives Konzernergebnis steigt auf rund 26 Mio. Euro, Dividende soll sich auf 2 Cent je Aktie steigen, Portfolioausbau angestrebt

Der ABO Invest-Konzern hat für das Geschäftsjahr 2019 das bislang beste Jahresergebnis vorgelegt. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr von rund 31,7 auf rund 33,1 Millionen Euro. Darin spiegelt sich die aufgrund besserer Windverhältnisse höhere Stromproduktion der Windparks wider. "Die... [mehr]


25.05.2020

Encavis baut bei mehreren Solarparks Anteilsbesitz auf 100% aus

Konsequent verfolgt die Encavis AG (Prime Standard, ISIN: DE0006095003) ihre Strategie, möglichst 100%-Eigentümer aller Solarparks im eigenen Portfolio zu sein. Der jüngste Erwerb der restlichen Anteile (20%) des spanischen Solargroßprojekts La Cabrera (200 MW Gesamtkapazität) vom strategischen... [mehr]


22.05.2020

J.P. Morgan AM: COVID-19 zeigt, dass ESG-Kriterien wichtiger denn je sind

Hat die Corona-Pandemie die Dynamik für nachhaltige Anlagen in der Finanzbranche verlangsamt? Nach Ansicht der Experten von J.P. Morgan Asset Management dürfte die Krise letztlich die ESG-Agenda beschleunigen, was wiederum weitreichende Auswirkungen haben werde. Die Marktströme zeigen dies... [mehr]


19.05.2020

Manz AG erhält Folgeauftrag für Display-Produktionsanlagen

Erneuter Folgeauftrag eines der größten Display-Hersteller Chinas

Die Manz AG (ISIN DE000A0JQ5U3), weltweit agierender Hightech-Maschinenbauer mit umfassendem Technologieportfolio, hat einen Auftrag mit einem Gesamtvolumen im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich für Anlagen zur Displayproduktion erhalten. Der Folgeauftrag von einem der größten... [mehr]


19.05.2020

ESG kann für Unternehmen zur Lebensversicherung werden

Die Ära des Shareholder Value ist vorüber. An seine Stelle werden künftig Nachhaltigkeitsfaktoren treten. Warum die Krise eine Zäsur ist und warum ESG-Kriterien das neue Mantra der Wirtschaft werden, erläutert die Legg-Mason-Boutique Western Asset Management in einem aktuellen Marktkommentar. Über... [mehr]


18.05.2020

Nachhaltigkeit sorgt für überragende Börsen-Performance

von Sonia Fasolo, SRI-Leiterin bei LFDE – La Financière de l’Échiquier

Die Erkenntnis, dass Unternehmen, die besonders gut in den Kriterien Umwelt, Soziales und Governance (ESG) bewertet werden, auch an der Börse outperformen, hat sich auch im vergangenen Jahr bestätigt. Seit 10 Jahren untersuchen wir den Zusammenhang zwischen ESG-Bewertung und Performance und können... [mehr]


15.05.2020

BayernInvest unterstützt Green Recovery Alliance

Ziel ist, mit den Maßnahmen zur Wiederbelebung der Wirtschaft nach der Corona-Pandemie den European Green Deal zu beschleunigen

„Green Recovery. Reboot & Reboost our economy for a sustainable future” – unter diesem Motto ruft die Green Recovery Alliance dazu auf, die Maßnahmen zur Wiederbelebung der Wirtschaft nach der Corona-Pandemie zu nutzen, um den Umbau der Wirtschaft in Richtung Klimaneutralität zu beschleunigen... [mehr]


15.05.2020

„Anlageprodukte, die keine ESG-Kriterien berücksichtigen, werden uninteressant“

Storebrand hat seit einem Vierteljahrhundert einen überzeugenden Nachhaltigkeitsansatz bei Investments entwickelt und in allen Fonds und Anlagelösungen die Berücksichtigung von ESG-Kriterien für Umwelt (Environment), Soziales und gute Unternehmensführung (Governance) etabliert. Wie ESG@Storebrand... [mehr]


15.05.2020

Energiekontor verkauft drei Solarparks

Projektverkäufe an die Stadtwerke Tübingen, Leistung reicht umgerechnet für rund 3.500 Haushalte

Die Energiekontor AG hat drei Solarparks an die Stadtwerke Tübingen (swt) mit einer Gesamtleistung von 13,3 MW verkauft. Zwei der Solarparks liegen in Bayern (Gefrees und Absberg) und einer in Brandenburg (Karstädt). Bereits 2016 hatten die swt den Solarpark Nadrensee (Mecklenburg-Vorpommern) von... [mehr]


13.05.2020

PNE AG meldet dynamischen Start in das Geschäftsjahr 2020

Ergebnisse des ersten Quartals liegen im Plan, Ziele für das Gesamtjahr bestätigt

Die international in der Entwicklung und im Betrieb von Projekten der Erneuerbaren Energien tätige PNE AG ist dynamisch in das Geschäftsjahr 2020 gestartet. Das zeigt die heute veröffentlichte Mitteilung über den Verlauf des ersten Quartals. Auch wenn die ersten Monate bereits sehr deutlich gezeigt... [mehr]


News 1 bis 10 von 337
<< Erste < zurück 1-10 11-20 21-30 31-40 41-50 51-60 61-70 vor > Letzte >>
Anzeige