ABO Energy-Gläubigerversammlung: Anleihegläubiger stimmen mit großer Mehrheit für Gegenanträge der SdK / Berater verschlingen Unsummen

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Am 9. März fand im Gebäude der IHK in Wies­baden die zweite Gläubiger­ver­sammlung der Anleihe­gläubiger des 7,75% ABO Energy GmbH & Co. KGaA-Green Bond 2024/29 (WKN: A3829F, ISIN: DE000A3829F5) statt.

Die Anleihe­gläubiger haben mit großer Mehrheit (jeweils mit über 99% der abgegebenen Stimmen) den konstruktiven Gegen­anträgen der Schutz­gemein­schaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) zugestimmt. Damit ist der Weg für die Restrukturierung der Anleihe frei.

Konkret ging es um die Negativverpflichtung, um einen zeitlich befristeten Verzicht auf die Kündigungsrechte der Anleiheinvestoren sowie um die Wahl eines Gemeinsamen Vertreters der Anleihegläubiger. Zum Gemeinsamen Vertreter wurde Rechtsanwalt Markus Kienle, Frankfurt, gewählt, der Vorstandsmitglied der SdK ist. Kienle setzte sich gegen den Kandidaten des Unternehmens durch.

Auffällig war zudem, dass ABO Energy von mehreren sehr teuren Beratern unterstützt wird. Die Fees für Restrukturierungsberater (operativ, finanziell, rechtlich, Kommunikation…) belaufen sich nach Angaben des Vorstands auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.

www.fixed-income.org


 

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